BARF Fütterung

Wie viel BARF braucht mein Hund pro Tag?

Jeder Hund ist anders und unterscheidet sich unter anderem in Aktivitätsniveau, Lebensphase und Körperkondition. Deshalb arbeitet man beim BARF mit Richtwerten als Ausgangspunkt, die anschließend an die individuellen Bedürfnisse deines Hundes angepasst werden.

Richtwerte für die BARF-Menge:
Welpen: ca. 5–8 % des Körpergewichts pro Tag
Erwachsene Hunde: ca. 2–3 % des Körpergewichts pro Tag

Diese Mengen dienen als Basis. Aktive oder sportliche Hunde benötigen oft etwas mehr, während ältere oder weniger aktive Hunde in der Regel mit etwas weniger auskommen.

Um deinen Hund fit und in guter Kondition zu halten, ist es wichtig, das Körpergewicht regelmäßig zu kontrollieren. Von oben betrachtet sollte eine leichte Taille sichtbar sein; die Rippen sollten gut fühlbar, aber nicht deutlich sichtbar sein.

Mit unserem BARF-Rechner kannst du ganz einfach eine passende tägliche Futtermenge und eine individuelle Aufteilung berechnen. Nutze dies als Orientierung und passe die Menge bei Bedarf an die persönlichen Bedürfnisse deines Hundes an.

Wie stelle ich auf BARF um?

Die Umstellung auf BARF-Ernährung ist ein wichtiger Schritt hin zu einem gesünderen Leben für deinen Hund. Je nach Alter und Magenempfindlichkeit kannst du eine geeignete Umstellungsart wählen. Hier bietet sich entweder ein direkter Übergang oder eine schrittweise Herangehensweise an, bei der in vier Schritten über einen Zeitraum von mehreren Tagen umgestellt wird.

Für die meisten erwachsenen Hunde ist eine direkte Futterumstellung am einfachsten. Welpen und Hunden mit empfindlicher Verdauung empfehlen wir hingegen schrittweise auf BARF umzustellen. Wichtig ist, das Futter stets bei Zimmertemperatur zu servieren und dem Hund vor und nach dem Fressen ausreichend Ruhe zu gönnen.

Unseren vollständigen Schritt-für-Schritt-Plan und nützliche Tipps zum Wechsel findest du hier.

Kann ich BARF mit Trockenfutter kombinieren?

BARF und Trockenfutter können kombiniert werden, erfordern jedoch bewusste Entscheidungen. Da beide Fütterungsarten unterschiedlich verdaut werden, reagieren manche Hunde empfindlicher, wenn sie gemeinsam in einer Mahlzeit gefüttert werden. Deshalb entscheiden sich viele Hundehalter dafür, BARF und Trockenfutter zu unterschiedlichen Zeiten oder an verschiedenen Tagen zu geben.

Wichtig ist, dass beide Fütterungsarten für sich genommen vollwertig und korrekt abgestimmt sind. Beobachte immer, wie dein Hund darauf reagiert, und passe die Ernährung an die individuellen Bedürfnisse deines Hundes an.

Wie oft pro Tag füttere ich BARF?

Wie oft du BARF fütterst, hängt von der Lebensphase deines Hundes ab. Welpen erhalten ihre tägliche Futtermenge auf mehrere Mahlzeiten pro Tag verteilt, während erwachsene Hunde in der Regel ein bis zwei Mahlzeiten täglich bekommen. Bei Senioren wird der Fütterungsrhythmus an das angepasst, was am besten verträglich und angenehm ist.

Über unseren BARF-Rechner siehst du sofort die tägliche Fütterungsempfehlung pro Lebensphase – inklusive einer klaren Orientierung zur Fütterungshäufigkeit und zum Tagesprozentsatz. Von dort aus kannst du die Gesamtmenge ganz einfach auf die Anzahl der Mahlzeiten verteilen, die für deinen Hund am besten passt.

Muss jede BARF-Mahlzeit vollständig ausgewogen sein?

Nein, nicht jede einzelne BARF-Mahlzeit muss vollständig ausgewogen sein. Entscheidend ist die Balance über mehrere Tage oder über die Woche hinweg. Durch Abwechslung bei Tierarten und Komponenten entsteht ganz natürlich ein vollständiges Nährstoffprofil.

Das sorgt für Flexibilität und macht das BARF-Füttern alltagstauglich und gut umsetzbar. Solange die Wochenbilanz stimmt und auf die individuellen Bedürfnisse deines Hundes abgestimmt ist, erhält er alles, was er braucht.

Wie viel Abwechslung braucht mein Hund?

Abwechslung ist ein wichtiger Bestandteil von BARF, muss aber nicht kompliziert sein. Wenn du mehrere Tierarten und verschiedene Bestandteile abwechselst, bekommt dein Hund über die Zeit ein breites Spektrum an Nährstoffen.

Du musst nicht jeden Tag komplett anders füttern. Abwechslung über die Woche hinweg reicht völlig aus und sorgt für ein ausgewogenes Menü, das zu den individuellen Bedürfnissen deines Hundes passt. Starte ruhig und erweitere die Vielfalt Schritt für Schritt – in dem Tempo, das für deinen Hund am besten funktioniert.

Wie taue ich BARF richtig auf?

Nimm das BARF etwa 12–24 Stunden vor dem Füttern aus dem Gefrierschrank und lasse es langsam im Kühlschrank auftauen. In der Praxis bedeutet das meist: am Vorabend bereitlegen, sodass die Mahlzeit am nächsten Tag vollständig aufgetaut ist.

Manche Hunde mögen keine eiskalte Mahlzeit. In diesem Fall kannst du das BARF kurz vor dem Füttern noch etwas außerhalb des Kühlschranks stehen lassen, damit es leicht temperiert ist.

Verwende keine Mikrowelle, keinen Ofen und kein heißes Wasser, da sich dadurch die Struktur der Zutaten verändern kann und rohe Knochen ungeeignet werden können.

Darf BARF auch gefroren gefüttert werden?

In der Praxis wird BARF meist aufgetaut gefüttert, da es so besser verdaulich und angenehmer für den Hund ist. Kleine Mengen leicht gefrorenen BARFs sind für die meisten Hunde jedoch unproblematisch.

Bei größeren Portionen oder empfindlichen Hunden empfiehlt es sich, die Mahlzeit vollständig auftauen zu lassen. So lassen sich Magen- oder Darmbeschwerden vermeiden und dein Hund kann die Nahrung optimal verwerten. Orientiere dich dabei immer daran, was dein Hund gut verträgt.